Kusel : Kulturdenkmäler Band 16

Kusel : Kulturdenkmäler Band 16

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Art.Nr.: 9783884622643
Kusel : Kulturdenkmäler Band 16

Kreis Kusel : Kulturdenkmäler Band 16

Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz

Autor: Christian Schüler-Beigang | Rubrik: Kusel

Die Denkmaltopographie für den Landkreis Kusel behandelt die Denkmäler der Kreisstadt Kusel und der 97 Gemeinden in den sieben Verbandsgemeinden Altenglan, Glan-Münchweiler, Kusel, Lauterecken, Schönenberg-Kübelberg, Waldmohr und Wolfstein.

Der Kreis liegt im Westpfälzer Bergland mit dem Potzberg und dem Königsberg als höchsten Erhebungen und langgestreckten Tälern wie Glan- oder Lautertal. Bis zur französischen Revolution gehörte das Gebiet zum größten Teil zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken, daneben besaßen auch die Kurfürsten von der Pfalz und einige kleinere Herrschaften Anteile am heutigen Kreisgebiet. Der zeitliche Rahmen der erfaßten Kulturdenkmäler reicht von zwei in Fundamenten erhaltenen römischen Landvillen bis zu Kirchen der 1950er Jahre. Die ältesten Zeugnisse des Kirchenbaus im Kreis bilden romanische Kirchtürme. Unter den mittelalterlichen Kirchen stellt die ehem. Propsteikirche in Offenbach am Glan, als überregional bedeutendes Beispiel frühgotischen Kirchenbaus, das herausragende Denkmal dar. Ansonsten bestimmt der vom reformierten Glaubensbekenntnis geprägte Kirchenbau des 18. Jh. das Bild. Unter den erhaltenen Burganlagen tritt die von den Grafen von Veldenz errichtete Burg Lichtenberg in Größe und Bedeutung besonders hervor. Die Talburg in Reipoltskirchen gehört zu den besterhaltenen Niederburgen der Pfalz.

Denkmalwerte kleinstädtische Ortskerne haben sich in Grumbach, Kusel, Odenbach und Wolfstein erhalten. In den ehem. Amtsstädten Kusel, Lauterecken, Waldmohr und Wolfstein befinden sich die architektonischen Zeugnisse der bayerischen Landesverwaltung (1816-1945). Die Masse der Orte bilden locker bebaute Dörfer, in denen das in Steinbauweise errichtete Quereinhaus in z.T. beachtlicher Größe dominiert; Fachwerkbauten haben sich vor allem im nördlichen Teil des Kreises erhalten. Die ehem. Schulhäuser stellen mit den Pfarrkirchen die zahlenmäßig am stärksten vertretene Denkmalgattung dar.

Der wirtschaftliche Aufschwung der Nachkriegszeit und die Umstrukturierung in der Landwirtschaft haben Hofanlagen stark dezimiert. Dennoch konnten Beispiele der bäuerlichen Architektur vom 16. Jh. bis zum Zweiten Weltkrieg erfaßt werden. Eine selten gewordene Besonderheit bilden die nur noch an wenigen Gebäuden erhaltenen Treppengiebel. Die Mast und der weit über die Region hinausreichende Handel mit Glantalvieh begünstigte im 19. Jahrhundert die Entstehung großer Mühlenanwesen an Glan und Lauter, deren wirtschaftlichen Erfolg eine größere Anzahl denkmalwerter Beispiele belegt. Brunnenanlagen, Schmieden, Feuerwehrschuppen etc. runden das Bild der von der Landwirtschaft dominierten Architektur des Kreisgebiets ab.

Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz, Band 16:
Kreis Kusel



Kreis Kusel -  Kulturdenkmäler, Band 16


Gebundene Ausgabe:
346 Seiten, mit Abbildungen und Karten
Verlag: 
Wernersche Verlagsgesellschaft ; 2008

ISBN-10:
3-88462-163-7
ISBN-13:
978-3-88462-163-9
 



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